Donnerstag, 7. März 2019

EIN BETROFFENER ERZÄHLT

Beim «men’s health forum» erzählt ein Betroffener, wie schlimm es für ihn 18 Monate lang war:
I never really got a satisfactory explanation afterwards and post vasectomy pain (PVP) was never mentioned before the procedure. Perhaps things have improved now. The pain affected me mentally as well as physically. I was traumatised – that’s not too strong a word.

Und ein Arzt bestätigt diese Aussagen und sagt, dass etwa 15 Prozent von den Schmerzen betroffen sind:
Some colleagues are still sceptical about PVP but, now a lot of men have had the snip, attitudes are changing. I’d say around 15% of men have some sort of PVP.

Und der Arzt erklärt weiter:
Don’t underestimate it. I’ve seen guys off work, family and relationships ruined. Colleagues at a local pain clinic tell me that 15% of their patients are there for PVP.

Mittwoch, 6. März 2019

WEITERE BELEGSEITEN IM INTERNET

Es ist wieder mal an der Zeit, weitere Belegwebseiten für die ziemlich häufig auftretenden (mindestens 5 Prozent der vasektomierten Männer sind ein Leben lang betroffen, 1 bis 2 Prozent so stark, dass es die Lebensqualität massiv einschränkt; etwa 15 Prozent sind monate- bis jahrelang betroffen – deshalb die verschiedenen Zahlen im Internet) Schmerzen nach einer Vasektomie zu sammeln. Und zwar alles Seiten von Ärzten oder seriösen Wissenschaftlern:
1)    Eine Klinik, die Vasektomien anbietet:
-       Chronic pain, which can happen for 1 to 2 percent of those who have surgery
-       Fluid buildup in the testicle, which can cause a dull ache that gets worse with ejaculation
-       An abnormal cyst (spermatocele) that develops in the small, coiled tube located on the upper testicle that collects and transports sperm (epididymis)
-       A fluid-filled sac (hydrocele) surrounding a testicle that causes swelling in the scrotum


2)    Focus-Arztsuche.de:
-       Bei einer Vasektomie können auch Langzeitfolgen auftreten. Beispielsweise können als Spätfolge einer Vasektomie chronische Schmerzen im Hodenbereich entstehen. Manchmal verstärken sie sich bei sexueller Aktivität.
-       Manchen Männern schlägt auch das Wissen, zeugungsunfähig zu sein, auf die Psyche – oder sie fürchten, durch die Vasektomie eher Prostatakrebs zu bekommen. Einer Meta-Studie aus dem Jahr 2017 zufolge könnte die Wahrscheinlichkeit zu erkranken tatsächlich ein klein wenig größer sein. 


3)    Eine Klinik in Birmingham hat sich auf das Post-Vasektomie-Schmerz-Syndrom spezialisiert:


4)    Die «Health-Line» gibt auch Auskunft über das Schmerz-Phänomen, das Urologen in der Schweiz und Deutschland (und in Österreich) VOR einer Vasektomie kaum einmal erwähnen; DANACH kennen es immer alle Ärzte – schliesslich leiden ja dann auch mindestens 5 Prozent der Patienten daran:

Montag, 25. Februar 2019

SCHUTZ FÜR REICHE ÄRZTE

Wenn in der Schweiz ein Arzt einen groben Fehler macht, so heisst das noch lange nicht, dass er danach vor Gericht kommt. Denn wenn er nicht an einem Spital angestellt ist, sondern selbst eine Praxis hat, kontrolliert ihn niemand. Sogar wenn ein Patient ganz sicher weiss, sogar beweisen könnte, dass der Arzt schuldig ist, so muss er doch nach der neuen Zivilprozessordnung die Gerichtskosten aus eigener Tasche selbst vorschiessen (bei einem aktuellen Fall in Bern waren das 144'000 Franken). Was es fast unmöglich macht, dass eine weniger gut betuchte Privatperson klagen kann. Ein Arzt vermag sich das zu leisten. Aber ein normaler Patient der Unterschicht, der unteren Mittelschicht sicher nicht. Und so was nennt sich dann «gerechte Schweiz».

Montag, 18. Februar 2019

KLEINER SIEG? - ZUMINDEST EINE GUTE PROGNOSE

Die Schweiz hat als politisches System der Legislative zwei Kammern: den Nationalrat und den Ständerat. Letzterer ist viel kleiner und gilt als tief rückständig, verglichen mit dem Nationalrat, der oft viel progressiver und weitsichtiger ist. Nun hat sich der Ständerat gerade eben gegen eine unabhängige Ärztekontrolle ausgesprochen; die Ärzte dürfen sich selbst kontrollieren! (Und das ist auch der Grund, warum ich das erwähne: Dies macht genau solche krassen Idiotien möglich wie ein Urologe Andrea Futterlieb, der im Juni 2017 stolz sagte, er habe seit über fünf Jahren keine Studien mehr gelesen. Sich gleichzeitig ab getraute, meinem Freund zuzusichern, dass er «garantieren» könne, dass bei einer Vasektomie nie etwas Schlimmes geschehe; der Freund hat jetzt ein Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom.) – Wenn das nun aber der Ständerat sagt, kann man fast ganz sicher sein, dass es in Zukunft anders kommen wird. Also warten wir doch wenigstens froh hoffend darauf, dass endlich eine unabhängige Qualitätskontrolle bei den Ärzten kommt!

Sonntag, 10. Februar 2019

UND DANN NOCH DIES

«Was auffällt ist, dass seltener die OP selbst Unmut erzeugt, sondern eher die Umgebung. Häufig fühlen sich Patienten, die den Eingriff ambulant in einer Praxis oder in einer normalen Klinik mit urologischer Station durchführen lassen von Pflegepersonal oder Ärzten hastig behandelt. Hier empfiehlt es sich scheinbar ein Haus zu wählen, dass sich auf Urologie spezialisiert hat, wo solche Eingriffe Routine sind und die Schwestern und Pfleger entsprechende Fortbildungen und Erfahrung haben.» (https://www.vasektomieinmuenchen.de/aktuelles/auseinandersetzung-mit-erfahrungsberichten.html) – Aber haben Sie gewusst, dass es in der Schweiz legal ist, dass ein Urologe, der Vasektomien zu seiner Hauptoperation macht, über fünf Jahre lang keine neuen Studien mehr gelesen haben muss? Es verpflichtet ihn offenbar nichts dazu.

GEWISSENLOSE UROLOGEN SIND FAST WIE KZ-ÄRZTE

Es wird viel Schimpfe geben für diesen Eintrag, aber: Was unterscheidet eigentlich Urologen, die an einem Mann herumoperieren, ohne ihn vorher umfassend aufgeklärt zu haben (ich meine: bei einer elektiven Operation; nicht bei einer zwingend nötigen), ethisch betrachtet von einem NS-Lagerarzt, der auch, ohne seine unfreiwilligen Patienten zu informieren, einfach Tests durchführte? Denn mit dem Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom ist der unwissende Patient danach ein Leben lang grausam mit Schmerzen bestraft – genau so, wie es eben einem KZ-Häftling gehen konnte. Und auch der heutige Patient kann daran sehr wohl sterben, wenn er nämlich vor lauter Frust in den Suizid flüchtet.

Man muss Schweizer Ärzten bei freiwilligen Operationen mehr auf die Finger (und ins Portemonnaie) schauen!

Samstag, 9. Februar 2019

EIN ANDERER KRASSER FALL

Heute habe ich einem anderen Patienten geholfen, der fast gleich betrogen wurde wie mein Freund, von dem hier oft die Rede ist. Aber man sehe die Erklärungen, die wir heute an seine Krankenkasse sandten (Ausschnitt):
«Wie Sie richtig informiert sind und mir im Brief vom ??.??.???? schreiben, konnte ich mich mit der Versicherung des damaligen Arztes einigen. In diesem Fall (also ich versus Dr. Xyz) reichte schon nur die eine Nachlässigkeit des Arztes, dass er «mündlich und schriftlich zu wenig auf das Risiko eines Post-Vasektomie-Schmerz-Syndroms» eingegangen sei (siehe beigelegter aussergerichtlicher Vergleichsvertrag).
Sie schreiben mir nun, und ich unterstütze das sehr gern, wie die ABC davon profitieren könnte. Ich denke mir, am besten auch in einer aussergerichtlichen Einigung mit der DEF Versicherung. Denn der betreffende Anwalt, Herr Xyz Xyz, ist nach einer nur leichthin fallengelassenen Androhung, vor Gericht zu gehen, sofort eingeknickt. Ich denke, er wie auch Herr Doktor Xyz wissen sehr genau, dass der Arzt zahlreiche Fehler gemacht hat:
-       Der Arzt hat mir nichts über das Post-Vasektomie-Schmerz-Syndrom gesagt und es war nicht auf dem Voraufklärungsblatt erwähnt.
-       Ich habe unmittelbar vor der Operation die Einwilligung unterschrieben. Was nach Bundesgerichtsurteil bei einer elektiven Operation nicht zulässig ist. Das Datum ist klar der ??.??.???? und die Operation fand um ??:?? statt.
-       Generell war die Voraufklärung schlecht. Der Arzt sagte mir zum Beispiel nicht, dass er die Wunde zunähen würde. Das sagte er erst, als er es gerade in Angriff nahm. Dies ist bei diesem Eingriff nicht nötig und ich hätte es anderswo gemacht, wäre ich zuvor darüber informiert worden. Auch wurden als Komplikationen nur eine mögliche Rekanalisation und mögliche Blutgerinnsel erwähnt (siehe Aufklärungsblatt). Keine Epididymitis, kein mögliches Gangrän, nichts davon, dass bei einer Operation immer ein kleines Restrisiko bleibt.
-       Ich habe klar meine Angst signalisiert und mein Zögern. Doktor Xyz hätte mich – wie das das Pflichtenheft der Schweizerischen Gesellschaft für Urologie vorsieht – auch über Alternativen aufklären müssen. Das tat er nicht.

Gerne helfe ich Ihnen auch mit mehr Material, einer Zeugenaussage oder beantworte andere Fragen.

Ich wäre sehr froh, zu erfahren, wie Sie in dem Fall weiter zu verfahren gedenken.»


Liebe Männer, lasst Euch nicht mehr abschrecken! Die Versicherungen geben mehr und mehr klein bei, wenn Euch der Arzt nicht über das Post-Vasektomie-Schmerz-Syndrom aufgeklärt hat.

Sonntag, 27. Januar 2019

PRODUCT PLACEMENT MIT VASEKTOMIEN

Ein Freund von mir in den USA arbeitet an einer breit angelegten Studie zu Product Placement in Fernsehsendungen. Dabei hat er auch herausgefunden (in Interviews mit den Produzenten verifiziert), dass in den USA die Urologischen Gesellschaften in vielen Fernsehserien durch «Product Placement» (es wird zum Beispiel wie beiläufig gesagt, dass eine Vasektomie bei A sehr gut gegangen sein und B nun auch eine wolle etc.) für Vasektomien werben. Eins der bekanntesten Beispiele ist zum Beispiel «Big Bang Theory». – Nur, falls man sich wundert, warum man in Fernsehserien so selten etwas Negatives über Vasektomien hört.

Sonntag, 20. Januar 2019

DAS UNDISZIPLINIERTE DENKEN DER ÄRZTE

Es sollte schon lange ein Klassiker sein: Das vor 100 Jahren erschiene Buch des Psychiaters Eugen Bleuler (1857–1939) mit dem sprechenden Titel «Das autistisch-undisziplinierte Denken in der Medizin und seine Überwindung» (1919). Bleuler benennt darin den Hauptfehler vieler Ärzte: Dass sie viel zu schnell zu einer Diagnose kommen, weil sie gar nicht richtig auf den Patienten eingehen, ihn viel zu rasch als sowieso üblichen Fall abtun, weil sie sich kaum einmal ausserhalb ihres Systems bewegen oder von einem Fall auszugehen bereit sind, der eben nicht in der üblichen Art und Weise zu lösen wäre. Falls es ›üblich‹ und ›normal‹ überhaupt gibt. – Von der angestrebten Überwindung sind wir auf jeden Fall noch weit entfernt, gerade, weil die Ärzte eben nicht selbst starke Individuen sind, die ein Gespür entwickeln dafür, dass bei jedem einzelnen Fall gewissermassen eine wortwörtliche Kasuistik vorliegt, zumindest was den Voraufklärungsbedarf, den Umgang mit dem Fall und mögliche Einschränkungen oder die Nachbetreuung betrifft. Vielmehr können viele Ärzte nach intensiver Beobachtung (deswegen kann ich auch sagen: Es gibt Ausnahmen, besonders viele in der Neurologie) und aufgrund ihres Habitus einem bestimmten Typus zugeordnet werden, der sie kleidet wie eine Uniform, die ich selbst lieber nicht anziehen möchte.
All dies kommt eben auch zum Tragen, wenn Ärzte ›untersuchen‹ (sie untersuchen eben nicht, sondern sagen meist einfach JA), ob der vor ihnen sitzende Mann ein wirklich geeigneter Kandidat für eine Vasektomie sei. Denn die Fälle der Schmerzpatienten nach einer Vasektomie liesse sich vermutlich senken, wenn man eine wirklich eingehende Vorabklärung durchführen würde.

Dienstag, 15. Januar 2019

«SIEG! GROSSER SIEG!»

Noch im September 2018 hatte die Urologische Klinik am Inselspital Bern das Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom nicht auf ihrem Aufklärungsbogen, der dem Patienten vor dem Eingriff abgegeben wird. JETZT, nach erneuter Einsprache von mir, haben sie es drauf!
In aller Deutlichkeit steht da: «Der Eingriff kann mit folgenden spezifischen Komplikationen und Konsequenzen verbunden sein:
-       Postvasektomie Schmerzsyndrom
-       Wundheilungsstörung
-       Kurzfristiges Anschwellen im Wundbereich
-       Entzündung von Hoden und Nebenhoden
-       Samengranulome
-       Wiederdurchgängigkeit der Samenleiter
Wie bei jeder Operation können während des Eingriffs und im weiteren Verlauf auch allgemeine Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel: Blutung, Wundinfektion, Schmerzen, Thrombose, Embolie oder überschiessende Narbenbildung.» [Hervorhebungen durch das Spital]
Leider steht zwar immer noch nichts da von den möglichen Zahlen, die selbst vom Inselspital, vor allem von der Schmerzklinik, nicht bestritten werden: Beim Post-Vasektomie-Syndrom sind das nämlich im Minimum 2.5 Prozent (also ohne die Dunkelziffer und als tatsächliche Zahl der Fälle im Kanton Bern). Weiter kann auch die Nebenhodenentzündung (man beachte, dass da eben NICHT «kurzfristig» o. Ä. steht) chronisch werden und ein Leben lang Schmerzen verursachen – und zwar mindestens bei einem weiteren Prozent der Patienten, was auch die Urologen selbst zugeben. Damit bereuen es mindestens 3.5 Prozent der Männer ganz fest, eine Vasektomie vorgenommen zu haben. Und das geht nur von diesen beiden Komplikationen aus. Für weitere sehe man sich die vielen Beiträge dieses Blogs an.

Sonntag, 6. Januar 2019

DER WIEDER ANDERE FALL

Da gibt es die andere krasse Geschichte eines Schriftstellerkollegen von mir. Er liess auch eine Vasektomie vornehmen – und auch ihm wurde weisgemacht, das sei eine kleine Sache, da könne gar nichts Grosses passieren. Er allerdings holte sich bei dem betreffenden Urologen durch die Operation eine Blutvergiftung und wäre fast daran verstorben. Als das dann durch war, trat eine Epididymitis auf, die wiederum mit Antibiotika behandelt wurde, allerdings einem anderen als zuvor bei der Blutvergiftung. Der Körper reagierte darauf mit einem anaphylaktischen Schock und der Patient wäre fast verstorben. Alles nur, weil er zu einer Vasektomie überredet wurde (der betreffende Urologe war – war! – sein Freund).

IMMERHIN

Auch auf der Webseite dieses Urologen (https://www.vasektomiezentrum-nordwest.de/risiken-und-nebenwirkungen) wird der Post-Vasektomie-Schmerz verharmlost («… sollten sie keine Schmerzen verspüren …»; «… ein leichtes Ziehen …»; «… eine Druckschmerzhaftigkeit …»; «in der Regel moderat …» etc.) Aber immerhin weist er auf eine beträchtliche Anzahl weiterer Komplikationen hin (falls man das sonst nicht glauben will; aber hier sagt es also ein Urologe schriftlich): Nachblutungen / Infektionen (die im Falle eines Abszesses zu einer Nachoperation führen, was immerhin 1 Prozent der Männer durchmacht) / Bindegewebswucherungen (die hat man dann für immer; da der Arzt beim Abszess «extrem selten» sagt, bei den Wucherungen aber «sehr gering» darf man annehmen, dass das mehr als 1 Prozent passiert) / Die Samenleiterenden können wieder zusammenwachsen (er sagt, es passiere 0,1 Prozent) / unschöne und störende Narbenwucherungen (und wieder muss man es sich ausdeutschen: «extrem gering» heisst wohl wie bei den Infektionen, wo auch «extrem» steht: 1 Prozent) / «bloss» (!) erbsengrosse Verhärtungen im Bereich des Nebenhodens (da auch wieder «sehr» steht, wie bei den Wucherungen, wird das mehr als 1 Prozent der Vasektomierten betreffen) / Ein Hodenverlust (!) ist möglich (hierzu schreibt er keine Zahlen; dürfen wir annehmen: knapp 1 Prozent?).
Alles zusammen macht das sicher mehr als 5 Prozent! Und es fällt auf, dass dabei nur Probleme erwähnt werden, die sichtbar bzw. ertastbar sind. Die möglichen lebenslangen Schmerzen werden von den Urologen gerne verleugnet. Ich weise hierzu nochmals auf die weltweit umfassendste medizinische Studie zum Thema Schmerz nach Vasektomie hin, die von 15 bis 20 Prozent von Betroffenen Männern spricht, die nach sieben Monaten noch Schmerzen haben (https://vasectomy-information.com/post-vasectomy-pain-syndrome-scientific-review.), viele davon dann ein Leben lang.
Wenn man also die zugegebenen über 5 Prozent nimmt plus dann noch die Schmerzstudie betrachtet, muss man(n) einmal mehr schliessen, dass VERMUTLICH EIN FÜNFTEL BIS EIN VIERTEL DER MÄNNER die Vasektomie aufgrund von Komplikationen bitter bereuen.

Die Urologen sollen endlich ehrlich sein bei der Voraufklärung!

Samstag, 5. Januar 2019

FRAUEN - UND JETZT MÄNNER

Über die Weihnachtstage war die Meldung in den Zeitungen, dass in Rom ein männliches Kleinkind nach einer Beschneidung verstorben ist. Einem Mädchen kann das in der Schweiz offiziell wenigstens nicht mehr passieren. Denn hier wurde das Beschneidungsverbot für Mädchen vor einiger Zeit gesetzlich durchgebracht. Dass man dabei die Knaben vergessen hat, passt ein wenig ins Zeitbild. Heute schaut man den Ärzten, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Hysterektomien viel zu schnell durchführten, weil sich damit Geld verdienen liess, viel besser auf die Finger. Nun müsste dasselbe auch bei den Urologen noch getan werden, die die Männer vor einer Vasektomie viel zu wenig vor den möglichen Folgen warnen, etwa dem Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom, das bei mindestens 5 Prozent der Männer jahrelang oder gar ein Leben lang anhält.

Donnerstag, 20. Dezember 2018

EINMAL MEHR: ALLES IMMER WIEDER «ABSOLUTE EINZELFÄLLE»?!

Wer eine Vasektomie vorhat, sehe sich auch das an: https://www.quora.com/What-happens-when-vasectomy-goes-wrong. Alles «absolute Einzelfälle»? Ja, der Urologe meines Freundes sagte auch (nachdem der so starke Schmerzen bekam, vor der Operation sagte der Urologe gar auf Nachfrage, das «gibt es gar nicht»), er habe in seinem Leben noch nie solch einen Patienten gehabt. Bei mir haben sich aber Opfer genau dieses Urologen aus dem Jahr 2015 und 2016 gemeldet. Also ein Fall im 2015, einer im 2016, einer im 2017, alle beim selben Arzt – und das sollen immer alles wieder absolute Einzelfälle sein?! – Natürlich ist jedes ein einzelner Leidensfall für sich, aber wenn man eine Vasektomie vorhat, sollten einem die Urologen sagen, was mein Freund nach dem Eingriff in der Berner Schmerzklinik (Universitätsspital mit Forschung) hören musste: Dass nämlich mindestens 5 (= fünf!) Prozent der Männer nach einer Vasektomie mehrere Jahre lang oder lebenslang starke Schmerzen haben und eben in der Schmerzklinik landen, wo man bei spezifisch diesem Problem recht hilflos ist. Und was die Zahlen betrifft, sagt wieder die Schmerzklinik, wäre da noch die Dunkelziffer …

Mittwoch, 28. November 2018

2 JAHRE NEUER BLOG IN DEUTSCHLAND

Schon jahrelang gab es Deutschland einen Blog der Männer, die nach einer Vasektomie starke Probleme hatten (schlimme Schmerzen, schrumpfende Hoden, chronische Nebenhodenentzündung usw.). Auf Druck der betreffenden Interessengemeinschaft (man kann sich denken, wer das war) musste der alte Blog jedoch geschlossen werden. Nun ist es erst zwei Jahre her, dass der neue Blog eröffnet wurde: http://www.homepage-dienste.com/foren/F_15817/post-vasektomie-schmerzsyndrom_44_.html. Und trotzdem gab es dort bereits über 160'000 Clicks. Da sage noch einer, die Schmerzen nach einer Vasektomie («Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom») seien selten!

Der Anstoss zu diesem BLOG

WIE ALLES BEGANN

Nein, ich will nicht alles auf die Frauen schieben. Auch die Männer können einmal ihren Teil zur Verhütung beitragen. Und erst recht möchte...

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