Der Blog der
vasektomiegeschädigten Männer (http://www.homepage-dienste.com/foren/F_15817/post-vasektomie-schmerzsyndrom_44_.html),
den es in Deutschland in der aktuellen Form seit November 2016 gibt, hat heute
200'000 Clicks erreicht. Das sind etwa 7000 Clicks pro Monat oder etwa 230
Clicks pro Tag. Wie schon mehrmals gesagt: Das belegt, dass es das
Schmerzphänomen Post-Vasektomie-Syndrom oder allgemein Probleme nach
Vasektomien nicht derart selten gibt, wie einen die Urologen weismachen wollen.
Das ist nicht die Seite eines unreflektierten oder religiösen Spinners. Ich weiss, dass die Sterilisation eine der sichersten Verhütungsarten ist und bei ca. 85 bis 90 Prozent der Männer kein langfristiges Problem darstellt. Aber aufgrund der erschreckenden Geschichte eines Freundes, des "MAE" (siehe den allerersten Beitrag vom 03.09.2017), habe ich diesen Blog begonnen. ICH RATE ALLEN MÄNNERN DRINGEND VON EINER UNTERBINDUNG AB, WENN SIE NICHT ÜBER ALLE RISIKEN AUFGEKLÄRT WORDEN SIND.
Donnerstag, 28. März 2019
Donnerstag, 7. März 2019
EIN BETROFFENER ERZÄHLT
Beim «men’s health
forum» erzählt ein Betroffener, wie schlimm es für ihn 18 Monate lang war:
I never really got a
satisfactory explanation afterwards and post vasectomy pain (PVP) was never
mentioned before the procedure. Perhaps things have improved now. The pain
affected me mentally as well as physically. I was traumatised – that’s not too
strong a word.
Und ein Arzt bestätigt
diese Aussagen und sagt, dass etwa 15 Prozent von den Schmerzen betroffen sind:
Some colleagues are
still sceptical about PVP but, now a lot of men have had the snip, attitudes
are changing. I’d say around 15% of men have some sort of PVP.
Und der Arzt erklärt
weiter:
Don’t underestimate it. I’ve seen guys off
work, family and relationships ruined. Colleagues at a local pain clinic tell
me that 15% of their patients are there for PVP.
Mittwoch, 6. März 2019
WEITERE BELEGSEITEN IM INTERNET
Es ist wieder mal an
der Zeit, weitere Belegwebseiten für die ziemlich häufig auftretenden (mindestens
5 Prozent der vasektomierten Männer sind ein Leben lang betroffen, 1 bis 2 Prozent
so stark, dass es die Lebensqualität massiv einschränkt; etwa 15 Prozent sind
monate- bis jahrelang betroffen – deshalb die verschiedenen Zahlen im Internet)
Schmerzen nach einer Vasektomie zu sammeln. Und zwar alles Seiten von Ärzten
oder seriösen Wissenschaftlern:
1)
Eine Klinik, die Vasektomien anbietet:
-
Chronic pain, which can
happen for 1 to 2 percent of those who have surgery
-
Fluid buildup in the
testicle, which can cause a dull ache that gets worse with ejaculation
-
An abnormal cyst
(spermatocele) that develops in the small, coiled tube located on the upper
testicle that collects and transports sperm (epididymis)
-
A fluid-filled sac
(hydrocele) surrounding a testicle that causes swelling in the scrotum
2) Focus-Arztsuche.de:
-
Bei
einer Vasektomie können auch Langzeitfolgen auftreten. Beispielsweise können
als Spätfolge einer Vasektomie chronische Schmerzen im Hodenbereich entstehen.
Manchmal verstärken sie sich bei sexueller Aktivität.
-
Manchen
Männern schlägt auch das Wissen, zeugungsunfähig zu sein, auf die Psyche – oder
sie fürchten, durch die Vasektomie eher Prostatakrebs zu bekommen. Einer
Meta-Studie aus dem Jahr 2017 zufolge könnte die Wahrscheinlichkeit zu
erkranken tatsächlich ein klein wenig größer sein.
3)
Eine Klinik in Birmingham hat sich auf das
Post-Vasektomie-Schmerz-Syndrom spezialisiert:
4)
Die «Health-Line» gibt auch Auskunft über das
Schmerz-Phänomen, das Urologen in der Schweiz und Deutschland (und in Österreich)
VOR einer Vasektomie kaum einmal erwähnen; DANACH kennen es immer alle Ärzte –
schliesslich leiden ja dann auch mindestens 5 Prozent der Patienten daran:
Montag, 25. Februar 2019
SCHUTZ FÜR REICHE ÄRZTE
Wenn in der Schweiz ein
Arzt einen groben Fehler macht, so heisst das noch lange nicht, dass er danach
vor Gericht kommt. Denn wenn er nicht an einem Spital angestellt ist, sondern
selbst eine Praxis hat, kontrolliert ihn niemand. Sogar wenn ein Patient ganz
sicher weiss, sogar beweisen könnte, dass der Arzt schuldig ist, so muss er
doch nach der neuen Zivilprozessordnung die Gerichtskosten aus eigener Tasche
selbst vorschiessen (bei einem aktuellen Fall in Bern waren das 144'000 Franken).
Was es fast unmöglich macht, dass eine weniger gut betuchte Privatperson klagen
kann. Ein Arzt vermag sich das zu leisten. Aber ein normaler Patient der
Unterschicht, der unteren Mittelschicht sicher nicht. Und so was nennt sich
dann «gerechte Schweiz».
Montag, 18. Februar 2019
KLEINER SIEG? - ZUMINDEST EINE GUTE PROGNOSE
Die Schweiz hat als politisches
System der Legislative zwei Kammern: den Nationalrat und den Ständerat. Letzterer
ist viel kleiner und gilt als tief rückständig, verglichen mit dem Nationalrat,
der oft viel progressiver und weitsichtiger ist. Nun hat sich der Ständerat gerade
eben gegen eine unabhängige Ärztekontrolle ausgesprochen; die Ärzte dürfen sich
selbst kontrollieren! (Und das ist auch der Grund, warum ich das erwähne: Dies
macht genau solche krassen Idiotien möglich wie ein Urologe Andrea Futterlieb,
der im Juni 2017 stolz sagte, er habe seit über fünf Jahren keine Studien mehr
gelesen. Sich gleichzeitig ab getraute, meinem Freund zuzusichern, dass er «garantieren»
könne, dass bei einer Vasektomie nie etwas Schlimmes geschehe; der Freund hat jetzt ein Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom.) – Wenn das nun aber der
Ständerat sagt, kann man fast ganz sicher sein, dass es in Zukunft anders
kommen wird. Also warten wir doch wenigstens froh hoffend darauf, dass endlich
eine unabhängige Qualitätskontrolle bei den Ärzten kommt!
Sonntag, 10. Februar 2019
UND DANN NOCH DIES
«Was auffällt ist, dass
seltener die OP selbst Unmut erzeugt, sondern eher die Umgebung. Häufig fühlen
sich Patienten, die den Eingriff ambulant in einer Praxis oder in einer
normalen Klinik mit urologischer Station durchführen lassen von Pflegepersonal
oder Ärzten hastig behandelt. Hier empfiehlt es sich scheinbar ein Haus zu
wählen, dass sich auf Urologie spezialisiert hat, wo solche Eingriffe Routine
sind und die Schwestern und Pfleger entsprechende Fortbildungen und Erfahrung
haben.» (https://www.vasektomieinmuenchen.de/aktuelles/auseinandersetzung-mit-erfahrungsberichten.html)
– Aber haben Sie gewusst, dass es in der Schweiz legal ist, dass ein Urologe,
der Vasektomien zu seiner Hauptoperation macht, über fünf Jahre lang keine
neuen Studien mehr gelesen haben muss? Es verpflichtet ihn offenbar nichts dazu.
GEWISSENLOSE UROLOGEN SIND FAST WIE KZ-ÄRZTE
Es wird viel Schimpfe
geben für diesen Eintrag, aber: Was unterscheidet eigentlich Urologen, die an
einem Mann herumoperieren, ohne ihn vorher umfassend aufgeklärt zu haben (ich
meine: bei einer elektiven Operation; nicht
bei einer zwingend nötigen), ethisch betrachtet von einem NS-Lagerarzt, der auch, ohne seine
unfreiwilligen Patienten zu informieren, einfach Tests durchführte? Denn mit
dem Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom ist der unwissende Patient danach ein Leben
lang grausam mit Schmerzen bestraft – genau so, wie es eben einem KZ-Häftling
gehen konnte. Und auch der heutige Patient kann daran sehr wohl sterben, wenn
er nämlich vor lauter Frust in den Suizid flüchtet.
Man muss Schweizer
Ärzten bei freiwilligen Operationen mehr auf die Finger (und ins Portemonnaie)
schauen!
Samstag, 9. Februar 2019
EIN ANDERER KRASSER FALL
Heute habe ich einem
anderen Patienten geholfen, der fast gleich betrogen wurde wie mein Freund, von
dem hier oft die Rede ist. Aber man sehe die Erklärungen, die wir heute an seine
Krankenkasse sandten (Ausschnitt):
«Wie Sie richtig informiert sind und mir im Brief vom ??.??.???? schreiben,
konnte ich mich mit der Versicherung des damaligen Arztes einigen. In diesem
Fall (also ich versus Dr. Xyz) reichte schon nur die eine Nachlässigkeit des
Arztes, dass er «mündlich und schriftlich zu wenig auf das Risiko eines
Post-Vasektomie-Schmerz-Syndroms» eingegangen sei (siehe beigelegter
aussergerichtlicher Vergleichsvertrag).
Sie schreiben mir nun, und ich unterstütze das sehr gern, wie die ABC davon
profitieren könnte. Ich denke mir, am besten auch in einer aussergerichtlichen
Einigung mit der DEF Versicherung. Denn der betreffende Anwalt, Herr Xyz Xyz,
ist nach einer nur leichthin fallengelassenen Androhung, vor Gericht zu gehen,
sofort eingeknickt. Ich denke, er wie auch Herr Doktor Xyz wissen sehr genau,
dass der Arzt zahlreiche Fehler gemacht hat:
- Der Arzt hat mir nichts über das Post-Vasektomie-Schmerz-Syndrom gesagt und es war nicht auf dem Voraufklärungsblatt erwähnt.
- Ich habe unmittelbar vor der Operation die Einwilligung unterschrieben. Was
nach Bundesgerichtsurteil bei einer elektiven Operation nicht zulässig ist. Das
Datum ist klar der ??.??.???? und die Operation fand um ??:?? statt.
- Generell war die Voraufklärung schlecht. Der Arzt sagte mir zum Beispiel
nicht, dass er die Wunde zunähen würde. Das sagte er erst, als er es gerade in
Angriff nahm. Dies ist bei diesem Eingriff nicht nötig und ich hätte es
anderswo gemacht, wäre ich zuvor darüber informiert worden. Auch wurden als
Komplikationen nur eine mögliche Rekanalisation und mögliche Blutgerinnsel
erwähnt (siehe Aufklärungsblatt). Keine Epididymitis, kein mögliches Gangrän,
nichts davon, dass bei einer Operation immer ein kleines Restrisiko bleibt.
- Ich habe klar meine Angst signalisiert und mein Zögern. Doktor Xyz hätte
mich – wie das das Pflichtenheft der Schweizerischen Gesellschaft für Urologie
vorsieht – auch über Alternativen aufklären müssen. Das tat er nicht.
Gerne helfe ich Ihnen auch mit mehr Material, einer Zeugenaussage oder
beantworte andere Fragen.
Ich wäre sehr froh, zu erfahren, wie Sie in dem Fall weiter zu verfahren
gedenken.»
Liebe Männer, lasst
Euch nicht mehr abschrecken! Die Versicherungen geben mehr und mehr klein bei,
wenn Euch der Arzt nicht über das Post-Vasektomie-Schmerz-Syndrom aufgeklärt
hat.
Sonntag, 27. Januar 2019
PRODUCT PLACEMENT MIT VASEKTOMIEN
Ein Freund von mir in
den USA arbeitet an einer breit angelegten Studie zu Product Placement in
Fernsehsendungen. Dabei hat er auch herausgefunden (in Interviews mit den
Produzenten verifiziert), dass in den USA die Urologischen Gesellschaften in
vielen Fernsehserien durch «Product Placement» (es wird zum Beispiel wie
beiläufig gesagt, dass eine Vasektomie bei A sehr gut gegangen sein und B nun
auch eine wolle etc.) für Vasektomien werben. Eins der bekanntesten Beispiele
ist zum Beispiel «Big Bang Theory». – Nur, falls man sich wundert, warum man in
Fernsehserien so selten etwas Negatives über Vasektomien hört.
Sonntag, 20. Januar 2019
DAS UNDISZIPLINIERTE DENKEN DER ÄRZTE
Es sollte schon lange
ein Klassiker sein: Das vor 100 Jahren erschiene Buch des Psychiaters Eugen
Bleuler (1857–1939) mit dem sprechenden Titel «Das autistisch-undisziplinierte
Denken in der Medizin und seine Überwindung» (1919). Bleuler benennt darin den Hauptfehler
vieler Ärzte: Dass sie viel zu schnell zu einer Diagnose kommen, weil sie gar
nicht richtig auf den Patienten eingehen, ihn viel zu rasch als sowieso
üblichen Fall abtun, weil sie sich kaum einmal ausserhalb ihres Systems bewegen
oder von einem Fall auszugehen bereit sind, der eben nicht in der üblichen Art
und Weise zu lösen wäre. Falls es ›üblich‹ und ›normal‹ überhaupt gibt. – Von
der angestrebten Überwindung sind wir auf jeden Fall noch weit entfernt, gerade,
weil die Ärzte eben nicht selbst starke Individuen sind, die ein Gespür
entwickeln dafür, dass bei jedem einzelnen Fall gewissermassen eine wortwörtliche
Kasuistik vorliegt, zumindest was den Voraufklärungsbedarf, den Umgang mit dem
Fall und mögliche Einschränkungen oder die Nachbetreuung betrifft. Vielmehr können
viele Ärzte nach intensiver Beobachtung (deswegen kann ich auch sagen: Es gibt Ausnahmen, besonders viele in der
Neurologie) und aufgrund ihres Habitus einem
bestimmten Typus zugeordnet werden, der sie kleidet wie eine Uniform, die ich
selbst lieber nicht anziehen möchte.
All dies kommt eben auch zum Tragen, wenn Ärzte ›untersuchen‹ (sie untersuchen eben nicht, sondern sagen meist einfach JA), ob der vor ihnen sitzende Mann ein wirklich geeigneter Kandidat für eine Vasektomie sei. Denn die Fälle der Schmerzpatienten nach einer Vasektomie liesse sich vermutlich senken, wenn man eine wirklich eingehende Vorabklärung durchführen würde.
All dies kommt eben auch zum Tragen, wenn Ärzte ›untersuchen‹ (sie untersuchen eben nicht, sondern sagen meist einfach JA), ob der vor ihnen sitzende Mann ein wirklich geeigneter Kandidat für eine Vasektomie sei. Denn die Fälle der Schmerzpatienten nach einer Vasektomie liesse sich vermutlich senken, wenn man eine wirklich eingehende Vorabklärung durchführen würde.
Dienstag, 15. Januar 2019
«SIEG! GROSSER SIEG!»
Noch im September 2018
hatte die Urologische Klinik am Inselspital Bern das Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom
nicht auf ihrem Aufklärungsbogen, der dem Patienten vor dem Eingriff abgegeben
wird. JETZT, nach erneuter Einsprache von mir, haben sie es drauf!
In aller Deutlichkeit
steht da: «Der Eingriff kann mit folgenden spezifischen
Komplikationen und Konsequenzen verbunden sein:
-
Postvasektomie Schmerzsyndrom
-
Wundheilungsstörung
-
Kurzfristiges Anschwellen im Wundbereich
-
Entzündung von Hoden und Nebenhoden
-
Samengranulome
-
Wiederdurchgängigkeit der Samenleiter
Wie bei jeder Operation
können während des Eingriffs und im weiteren Verlauf auch allgemeine Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel: Blutung,
Wundinfektion, Schmerzen, Thrombose, Embolie oder überschiessende
Narbenbildung.» [Hervorhebungen durch das Spital]
Leider steht zwar immer
noch nichts da von den möglichen Zahlen, die selbst vom Inselspital, vor allem
von der Schmerzklinik, nicht bestritten werden: Beim Post-Vasektomie-Syndrom
sind das nämlich im Minimum 2.5 Prozent (also ohne die Dunkelziffer und als
tatsächliche Zahl der Fälle im Kanton Bern). Weiter kann auch die Nebenhodenentzündung
(man beachte, dass da eben NICHT «kurzfristig» o. Ä. steht) chronisch werden
und ein Leben lang Schmerzen verursachen – und zwar mindestens bei einem
weiteren Prozent der Patienten, was auch die Urologen selbst zugeben. Damit bereuen
es mindestens 3.5 Prozent der Männer ganz fest, eine Vasektomie vorgenommen zu
haben. Und das geht nur von diesen beiden Komplikationen aus. Für weitere sehe
man sich die vielen Beiträge dieses Blogs an.
Sonntag, 6. Januar 2019
DER WIEDER ANDERE FALL
Da gibt es die andere
krasse Geschichte eines Schriftstellerkollegen von mir. Er liess auch eine
Vasektomie vornehmen – und auch ihm wurde weisgemacht, das sei eine kleine
Sache, da könne gar nichts Grosses passieren. Er allerdings holte sich bei dem
betreffenden Urologen durch die Operation eine Blutvergiftung und wäre fast
daran verstorben. Als das dann durch war, trat eine Epididymitis auf, die wiederum
mit Antibiotika behandelt wurde, allerdings einem anderen als zuvor bei der
Blutvergiftung. Der Körper reagierte darauf mit einem anaphylaktischen Schock
und der Patient wäre fast verstorben. Alles nur, weil er zu einer Vasektomie
überredet wurde (der betreffende Urologe war – war! – sein Freund).
IMMERHIN
Auch auf der Webseite
dieses Urologen (https://www.vasektomiezentrum-nordwest.de/risiken-und-nebenwirkungen)
wird der Post-Vasektomie-Schmerz verharmlost («… sollten sie keine Schmerzen
verspüren …»; «… ein leichtes Ziehen …»; «… eine Druckschmerzhaftigkeit …»; «in der Regel moderat …» etc.) Aber
immerhin weist er auf eine beträchtliche Anzahl weiterer Komplikationen hin
(falls man das sonst nicht glauben will; aber hier sagt es also ein Urologe
schriftlich): Nachblutungen / Infektionen (die im Falle eines Abszesses zu
einer Nachoperation führen, was immerhin 1
Prozent der Männer durchmacht) / Bindegewebswucherungen (die hat man dann für
immer; da der Arzt beim Abszess «extrem selten» sagt, bei den Wucherungen aber «sehr
gering» darf man annehmen, dass das mehr
als 1 Prozent passiert) / Die
Samenleiterenden können wieder zusammenwachsen (er sagt, es passiere 0,1 Prozent) / unschöne und störende
Narbenwucherungen (und wieder muss man es sich ausdeutschen: «extrem gering»
heisst wohl wie bei den Infektionen, wo auch «extrem» steht: 1 Prozent) / «bloss» (!) erbsengrosse
Verhärtungen im Bereich des Nebenhodens (da auch wieder «sehr» steht, wie bei
den Wucherungen, wird das mehr als 1 Prozent der Vasektomierten betreffen)
/ Ein Hodenverlust (!) ist möglich (hierzu schreibt er keine Zahlen; dürfen wir
annehmen: knapp 1 Prozent?).
Alles zusammen macht
das sicher mehr als 5 Prozent! Und
es fällt auf, dass dabei nur Probleme erwähnt werden, die sichtbar bzw.
ertastbar sind. Die möglichen lebenslangen Schmerzen werden von den Urologen
gerne verleugnet. Ich weise hierzu nochmals auf die weltweit umfassendste medizinische
Studie zum Thema Schmerz nach Vasektomie hin, die von 15 bis 20 Prozent von
Betroffenen Männern spricht, die nach sieben Monaten noch Schmerzen haben (https://vasectomy-information.com/post-vasectomy-pain-syndrome-scientific-review.),
viele davon dann ein Leben lang.
Wenn man also die zugegebenen
über 5 Prozent nimmt plus dann noch die Schmerzstudie betrachtet, muss man(n) einmal mehr schliessen, dass VERMUTLICH EIN FÜNFTEL BIS EIN VIERTEL DER
MÄNNER die Vasektomie aufgrund von Komplikationen bitter bereuen.
Die Urologen sollen
endlich ehrlich sein bei der Voraufklärung!
Samstag, 5. Januar 2019
FRAUEN - UND JETZT MÄNNER
Über die Weihnachtstage war die Meldung in den Zeitungen, dass in Rom
ein männliches Kleinkind nach einer Beschneidung verstorben ist. Einem Mädchen
kann das in der Schweiz offiziell wenigstens nicht mehr passieren. Denn hier
wurde das Beschneidungsverbot für Mädchen vor einiger Zeit gesetzlich
durchgebracht. Dass man dabei die Knaben vergessen hat, passt ein wenig ins
Zeitbild. Heute schaut man den Ärzten, die in den 1970er- und 1980er-Jahren
Hysterektomien viel zu schnell durchführten, weil sich damit Geld verdienen
liess, viel besser auf die Finger. Nun müsste dasselbe auch bei den Urologen
noch getan werden, die die Männer vor einer Vasektomie viel zu wenig vor den
möglichen Folgen warnen, etwa dem Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom,
das bei mindestens 5 Prozent der Männer jahrelang oder gar ein Leben lang
anhält.
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