Donnerstag, 30. August 2018

FÜR ÄRZTE IST 5 PROZENT NICHT SO VIEL

Mir ist es einfach wichtig – drum schreibe ich dies wieder und wieder, wenn ich es bestätigt bekomme: Natürlich würden sie es vor einer Vasektomie nicht betonen, sagte eine Ärztin im Inselspital Bern gestern zu mir, aber es hätten wirklich etwa fünf Prozent der Männer schlimme Schmerzen nach einer Vasektomie, viele davon ein Leben lang. Als ich fragte, was sie wohl meine, wie Eltern tun würden, wenn man ihnen sagt, man müsse die Kinder zwar impfen, aber eines pro Klasse (= 5 Prozent) würden ein Leben lang schlimme Schmerzen haben, meinte sie: «Die tun ja eh schon blöd!»

Also, liebe Männer, verlasst Euch ja etwa nicht auf irgendwelche Ärzte: Die denken, 5 Prozent ist nicht so viel. Aber wenn es einen trifft, wenn man zu den 5 Prozent gehört, wünschte man sich, die Vasektomie NIE NIE gemacht zu haben. – Vor allem weil es noch weitere grobe Komplikationen gibt dabei (Gangräne, IMMER wiederkehrende Entzündungen, psychische Schwierigkeiten wie Kastrationsneurosen etc.; siehe den ganzen Blog hier).

Freitag, 10. August 2018

VASEKTOMIE UND SCHIERE VERZWEIFLUNG

Beim vorvorgestrigen Besuch einer Psychiatrischen Klinik (Waldau; Bern) liess eine noch junge Psychologin – also noch nicht mit jahrzehntelanger Tätigkeit – so nebenbei den Kommentar fallen: Sie hätten öfters Männer hier, die aufgrund des Post-Vasektomie-(Schmerz-)Syndroms in Behandlung seien, viele davon in schierer Verzweiflung ob des unerträglichen Schmerzens in dieser Körperregion und teilweise mit Selbsttötungsversuchen hinter (und vielleicht ja auch noch vor) sich …

ENTSCHULDIGUNG

Gestern hat sich eine Oberärztin der zuständigen Tertiär-Klinik (zuständig unter anderem für die ›Qualitätskontrolle‹ ihres Fachgebiets) beim MAE (siehe allererster Beitrag vom 03.09.2017) entschuldigt, dass sich ein Vertreter ihrer Zunft so gewissenlos benommen – und das Post-Vasektomie-(Schmerz-)Syndrom vor dem Eingriff sogar auf konkrete Nachfrage des Patienten hin verleugnet habe: Das sei unglaublich. Und auch hier wollen sie im Aufklärungsblatt vor einer Vasektomie noch deutlicher darauf hinweisen, dass es eine Schmerzproblematik geben kann, die in mehr als der Hälfte der betroffenen Fälle nie mehr verschwindet; im KLARTEXT: es kann nach einer Vasektomie einen lebenslangen Schmerz geben im Bereich der Hoden, ohne genau geklärten Grund.

Dienstag, 24. Juli 2018

ES IST SCHON LANGE SO

Man findet Berichte wie diesen von 2008 (https://board.netdoktor.de/forum/sexualitaet-verhuetung/massive-probleme-nach-vasektomie-sterilisation-beim-mann-226362), wenn man weltweit sucht, schon seit Jahrzehnten. Seit es das Internet gibt, kann man sich wenigstens austauschen. Hier im Forum (http://www.homepage-dienste.com/foren/F_15817/post-vasektomie-schmerzsyndrom_44_.html) gibt es Berichte von Männern, die 15, die 35 Jahre schon an den Schmerzen leiden. MACHT KEINE VASEKTOMIE! Ihr werdet von vielen Urologen absichtlich belogen, was die möglichen Komplikationen betrifft. Denn sie verdienen mit diesem kleinen Eingriff, der von den Krankenkassen nicht (oder nur zum Teil) bezahlt wird und also nicht von den Kassen kontrolliert wird, in kurzer Arbeitszeit sehr gutes Geld!

KEINE VASEKTOMIEN MEHR BEI WIEDERKEHRENDER EPIDIDYMITIS

Anfang Juli 2018 hatte ich nochmals Kontakt mit dem Universitätsspital in Bern, an dem der Chefurologe letztes Jahr behauptet hatte, Vasektomien seien problemlos bzw. chronische Schmerzen würden bei der Voraufklärung angegeben (was eben nicht stimmte; siehe zweiter Beitrag vom 05.12.2017). JETZT heisst es plötzlich (natürlich immer nur mündlich, NIE schriftlich),
a)    dass man sicher nicht mehr wie früher Vasektomien bei Patienten durchführe, die eine ständig wiederkehrende Epididymitis hätten (hat man früher gemacht, weil man hoffte, damit die ‹Entzündungslinie› vom Urinaltrakt her – wo eine Entzündung oft ausgelöst wird –, zu unterbrechen), weil sie sonst Gefahr laufen, noch etwas Schlimmeres zu bekommen: nämlich ein POST-VASEKTOMIE-SCHMERZSYNDROM.

b)    dass ein POST-VASEKTOMIE-SCHMERZSYNDROM auch bei ihnen in der Höhe einer einstelligen Prozentzahl auftrete; wobei man nicht von neun Prozent, aber auch nicht von einem Prozent spreche; am ehesten seien es wohl ca. fünf Prozent, die den Schaden bleibend hätten. Das könne man alles in der Literatur nachlesen. (DANKE FÜR DIE NUN EINSETZENDE EHRLICHKEIT! DAS FREUT MICH WIRKLICH SEHR!)

Mittwoch, 18. Juli 2018

ALTERNATIVEN ZUR VASEKTOMIE

Für Frauen, die keine Hormone mehr nehmen wollen, gibt es schon einige Zeit die Kupferkette (dazu muss frau nicht wie bei der Kupferspirale bereits ein Kind geboren haben); und ganz neu gibt es den Kupferperlen-Ball. Besucht man die so genannte «Aufklärung» eines Urologen über die Vasektomie, wo laut Richtlinien auch über Alternativen zur Vasektomie informiert werden sollte, hört man(n) davon praktisch nie etwas. DIE UROLOGEN WOLLEN EUCH EINE VASEKTOMIE VERKAUFEN. DIE IST ABER GEFÄHRLICH. Die Frauen haben mit den Kupfervarianten weniger Risiko zu tragen als Männer bei einem operativen Eingriff. Siehe zum Thema: https://www.gmx.ch/magazine/gesundheit/alternativen-pille-spritze-hormonspirale-verhueten-einklang-gesundheit-33073972.

Dienstag, 12. Juni 2018

INTERVIEW UNTER ANDREM ZUM PVSS

SENIL IM BERUF

Der Urologe, der den MAE (siehe den allerersten Beitrag vom 03.09.2017) fehlerhaft aufgeklärt hat, ist juristisch unter anderem dazu verpflichtet worden, einen Vergleichsvertag zwei Mal auszudrucken und beide Exemplare zu unterschreiben und dem MAE zuzustellen. Beim MAE kam aber nur ein Exemplar an. Liebe Mitpatienten, wir werden von senilen Menschen behandelt. Kein Wunder, bilden sich solche Typen nicht weiter aus und gefährden damit die Lebensqualität ihrer Patienten. Warum dürfen Ärzte noch bis über 68 arbeiten? Denn das war dort der Fall!

Samstag, 9. Juni 2018

SELTENES PHÄNOMEN?

Es gibt immer wieder Ärzte, die sagen, das «POST-VASEKTOMIE-SYNDROM» sei selten. Aber nach gerade mal 9 Monaten hier auf diesem Blog über 100'000 Clicks zu haben, spricht nicht dieselbe Sprache. Ich bekomme auch immer wieder Mails, in denen Männer mir erzählen, darf aber vieles nicht online stellen, weil sie sich schämen …

Freitag, 8. Juni 2018

AUTOIMMUNERKRANKUNGEN UND VASEKTOMIE

Am 6. Juni war der MAE (siehe allerersten Beitrag vom 03.09.2017) zur jährlichen Kontrolle in der Neurologie, die aufgrund seiner Multiplen Sklerose angebracht ist. Und weil er seit über einem Jahr Schmerzen hat, haben die Ärzte extra nachgeschaut, ob es noch einen anderen Mann mit MS gibt, der eine Vasektomie vorgenommen hat: Es war keine Datei zu finden. Sie erklärten das damit, dass eben jede noch so kleine Operation einen MS-Schub auslösen könnte.
Also, liebe Männer: Wenn Ihr an MS oder einer anderen Autoimmunerkrankung leidet, macht auf keinen Fall eine Vasektomie. Die Gefahr, einen Schub auszulösen oder ein bleibendes Schmerzsyndrom zu entwickeln, ist viel zu hoch!

Mittwoch, 6. Juni 2018

EIN PSYCHOSOMATIKER IST ZUMINDEST ÜBERZEUGT

Vorgestern erklärte der Psychosomatiker dem MAE (siehe allererster Beitrag vom 03.09.2017), dass er sich in die ärztlich-wissenschaftliche Forschung um das Post-Vasektomie(-Schmerz)-Syndrom vertieft habe – und nun endlich dem MAE glaube, dass mindestens 4 Prozent der vasektomierten Männer davon betroffen sind. Eigentlich, so sein Kommentar dazu, sollte man diesen Eingriff tatsächlich gar nicht mehr durchführen – oder sofort nach der Operation mit hochdosierten Opioiden jede Möglichkeit zum Schmerz von vornherein abstellen.

Der Anstoss zu diesem BLOG

WIE ALLES BEGANN

Nein, ich will nicht alles auf die Frauen schieben. Auch die Männer können einmal ihren Teil zur Verhütung beitragen. Und erst recht möchte...

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